Dezember und Januar sind Jahreszeiten in denen auswandern doch nicht so schlecht klingt. Es ist nur noch grau und Schnee gibt es meistens auch keinen, man möchte einfach nur zu Hause in seinem Bett vergammeln. Doch wenn man es dann, doch rauschhaft möchte man wenigstens warm bleiben. Entweder mit dicken Socken oder eben weichen Schuhen, wie Uggs. Seit einigen Jahren sind diese Teddybär Schuhe im Trend, egal wo hin man geht man sieht sie überall. Aber man muss auch ganz ehrlich sagen, dass sie etwas an sichhaben. Das Design und das kuschelige Material, welches unsere Füße warmhält, ist auch der Grund, wieso jede 2 Person in der Schule Uggs besitzt. Viele wissen jedoch nicht, was hinter diesem Trend steckt. DennUmweltverschmutzung und Tierleid sind was diese braune Teddybär Schuhe verkörpern. In diesem Post werdet ihr mehr darüber erfahren und ich zeige euch noch viel bessere und moralisch vertretbare Alternativen.
Für diese schönen Winter Boots wird Lammfell verwendet. Lämmer sind Tierkinder unter einem Jahr. Für die Boots wird nicht nur die Wolle geschoren, wie man es oft kennt, sondern es wird die Schafhaut benutz, welche eng mit der Wollte verbunden ist. Es ist genau das gleiche Prinzip wie bei Pelz. Die Lämmer werden in den sehr jungen Jahren von ihrer Mutter getrennt. Danach werden sie zu Schlachthöfen geschickt, um einerseits für die Fleisch Produktion aber auch für die Mode Industrie verwendet zu werden. Da die Nachfrage nach Lammfell in den letzten Jahren immer weiter gestiegen ist, werden die Jungtiere häufig auch aus diesem Grund gezüchtet.

Umwelt
Die Verwendung von Lammfell hat viele umweltschädliche Konsequenzen. Für die Verarbeiten werden oft gesundheitsschädliche Substanzen verwendet, da die Häute gegerbt werden, um länger haltbar und weich zu bleiben. Oft werden die häute in ärmeren Ländern hergestellt, um an Geld zu sparen, hier sind die Arbeiter den Chemikalien ausgesetzt und können gesundheitliche Schäden davontragen. Diese Stoffe gelangen dadurch aber auch ins Wasser, wodurch das Grundwasser verschmutzt wird.
Zudem produzieren Schaffe große Mengen an Methan was deutlich schädlicher als co2 ist. Deswegen tragen Länder wie Australien oder Neuseeland, welche einen hohe Anzahl and Schaffen haben, erheblich zur Klimaerwärmung bei.
Durch die massive Anfrage müssen immer mehr Schaffe gezüchtet werden, welche alle Maßnahmen nur noch wachsen lässt.
Tierleid
Besonders kritisch ist aber natürlich der Umgang mit diesen Tieren. Der qualvolle Transport und die miserablen Haltungszustände fügen den kleinen einen enormen Stress, in ihrem kurzen Leben, hinzu. Sie leben in einer kleinen Box und müssen in ihrer eigenen Scheiße leben. Zudem werden sie übermäßig gemästet, damit so viel Profit für die Fleischindustrie, wie nur möglich, entstehen kann. Das Schlimmste für diese Jungtiere ist der Transport zum Schlachthaus, welcher mit viel Qual und Schmerz verbunden ist. Sie werden rumgeschmissen, getreten oder sogar geschlagen. Im Schlachthaus selbst erleiden sie leider keinen schnellen Tot, dieser besteht aus qualvollen Schmerzen.
TW: Tiere werden auch oft mit Gummiringen oder Zangen kastriert und das ganz ohne Betäubung. Zudem werden ihre Schwanzwirbel mit heißen Messern oder ebenfalls mit Gummiringen abgetrennt.
Ich möchte euch mehr Details ersparen. Ich musste selbst nach meiner Recherche erst einmal eine Pause machen, da man dies gar nicht erwartet, vor allem nicht in Deutschland.
Wenn das Lammfell aber auch noch aus dem Ausland kommt, sind die Haltungszustände noch schlimmer da dort viel weniger Regelung als in Deutschland gelten. Hier werden die Rechte der Tiere, wortwörtlich, mit den Füßen getreten.
Die hohe Nachfrage sogt dafür, dass die Menge and Leid aber noch viel mehr steigt.
Das Schlimmste ist, dass Tiere oft komplett entmenschlicht werden und man sie nur als Mittel zum Zweck sieht. Dabei könnte das kaum weiter von der Realität entfernt sein. Lämmer bzw. Schafe sind hochintelligente und soziale Tiereund nehmen Gefühle wie Stress und Angst genauso wahr wie wir.
Also ganz ehrlich: Was unterscheidet ein Lamm von einem Babykätzchen?
Doch wenn ihr bis hierhin gelesen habt, zeigt das, dass ihr was verändern wollt – und das können wir auch. Wir als Verbraucher entscheiden, wie viel überhaupt produziert wird. Wenn man Konzerne wie UGG boykottiert, kann man Tierleid zumindest verringern. Und zum Glück gibt es mittlerweile so viele vegane Alternativen zu UGGs, die man ohne schlechtes Gewissen kaufen kann.
Und damit sind wir direkt beim positiven Teil: was wir dagegen tun können. Durch uns, die Konsumenten, die diese Produkte kaufen, werden immer wieder neue Tiere gezüchtet. Wenn man vor allem Produkte mit Lammfell meidet, kann man diesen Konzernen zeigen, dass man das nicht unterstützt – und so diesen endlosen Kreislauf Schritt für Schritt stoppen.
NEW ORCHARD
New Orchard ist eine tolle vegane und ethische Alternative zu UGGs. Die Marke kommt aus Europa und arbeitet eng mit regionalen Zulieferern und benachbarten Herstellern zusammen. Produziert wird mit recycelten Materialien und ohne tierische Bestandteile. Besonders schön: New Orchard nutzt ihren eigenen Blog, um über vegane Mode, faire Produktion und bewussten Konsum aufzuklären. Außerdem engagiert sich die Marke aktiv für den Tierschutz, 10 % der Einnahmen werden an Organisationen gespendet, die Hunde auf eine Adoption vorbereiten. So verbindet New Orchid Stil, Nachhaltigkeit und echte Verantwortung.
PAWJ
PAWJ ist eine vegane Schuh- und Mode-Marke, vor allem bekannt für vegan-freundliche “Uggs-artigen” Boots, die ohne Tierfell oder andere Tierprodukte hergestellt werden. Ihre Schuhe bestehen aus synthetischem Wildleder und Kunstfell, und sie sind offiziell als PETA-zertifiziert vegan gelistet, also ohne Tierleid oder Tiermaterialien.
Diese zwei Marken sind für mich eine der besten Alternativen zu UGGs. Klar, sie sind etwas teurer, aber natürlich gibt es auch viele weitere, und vor allem günstigere, vegane Alternativen, zum Beispiel auf Zalando oder Amazon. Ich habe mich aber ganz bewusst für diese zwei Marken entschieden, weil sie nicht nur auf Tierleid verzichten, sondern sich auch um unseren Planeten kümmern.
Viele der billigeren Brands, die man sonst auf dem Markt findet, sind leider Fast Fashion und unterstützen oft Kinderarbeit oder eine nicht klimaneutrale Herstellung.
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