Nur noch fünf Tage, bis man 2025 verabschieden kann und um ehrlich zu sein: es wird Zeit. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber kein Geld dieser Welt würde mich dazu bringen, dieses Jahr noch einmal zu durchleben. Deswegen möchte man an Silvester alles hinter sich lassen und nur noch Gutes für das neue Jahr manifestieren. Und das am besten mit ganz viel Feuerwerk und Knall in der Luft, oder nicht? 

Silvester ist eigentlich eine alte germanische Tradition, bei der es darum ging, das alte Jahr mit ganz viel Lärm zu verabschieden. Man wollte damit böse Geister vertreiben, daher kommt auch das Feuerwerk. Es sollte eben nicht nur schön sein, sondern auch mit viel Lärm verbunden sein. 

Diese anfängliche Tradition ist heute aber längst nicht mehr das, was sie einmal war. Heutzutage wird Silvester eher mit verletzten Menschen, verschreckten Tieren und Müll auf den Straßen in Verbindung gesetzt. Ich möchte euch heute darüber aufklären, was eigentlich dahintersteckt und wie man sein Jahr trotzdem schön, aber eben auch moralisch abschließen kann. 

Umwelt

Jährlich werden rund 2.050 Tonnen Feinstaub, durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt. Dazu kommt dann noch der ganze Müll, der nach der Silvesternacht überall rumliegt. Wenn man dann am nächsten Tag im neuen Jahr rausgeht, sieht man gefühlt erst mal gar nichts, weil alles voller Rauch ist. Auch die Produktion von Böllern ist alles andere als umweltfreundlich.

Verschreckte Tiere

Viele Tiere leiden darunter. Betroffen sind nicht nur Haustiere, die sich unter Tischen oder Möbeln verstecken, sondern auch Tiere, die im Wald leben. Für sie ist das purer Stress. Naja, stellt euch mal vor, ihr hört auf einmal Schüsse und seht überall Funkeln, da würde ich auch denken, dass ich auf irgendeinem falschen Trip bin. Auch Brände, die durch das Feuerwerk entstehen können, stellen eine große Gefahr für die Tiere dar. Vor allem im Wald oder auf Feldern haben viele Tiere keine Möglichkeit zu fliehen. Nester, Rückzugsorte oder ganze Lebensräume können dabei zerstört werden. Während wir kurz feiern, verlieren Tiere im schlimmsten Fall ihr Zuhause oder sogar ihr Leben.

Verletzte Menschen

Zudem hört man jedes Jahr von Unfällen, bei denen jemand aus Versehen von einem Böller getroffen wurde. Oft wird viel zu leichtsinnig mit Feuerwerkskörpern umgegangen und dadurch können viele Menschen, aber auch Kinder, verletzt werden. 

Den meisten ist wahrscheinlich auch bewusst, dass diese Böller nicht in Deutschland hergestellt werden, sondern in Ländern in Südostasien. China und Indien stehen da ganz vorne mit dabei da hier die Produktionen das ganze Jahr über läuft. 

Die Menschen, die Böller herstellen, werden brutal ausgebeutet. Sie arbeiten, wie man es zum Beispiel schon von Fast Fashion kennt, unter schrecklichen Bedingungen und sind dabei oft in Lebensgefahr, vor allem bei der Arbeit mit Feuerwerkskörpern. Sie müssen mit giftigen Chemikalien arbeiten, die ihre Haut verätzen oder verbrennen können. Immer wieder kommt es zu Explosionen in Fabriken, bei denen Kinder und Arbeiter ums Leben kommen. 2023 gab es zum Beispiel 10 Tote und mindestens 118 Verletzte bei der Explosion einer Feuerwerksfabrik in Thailand. In Indien waren es 8 Tote bei einer Explosion. 

“Sie haben keine Fingernägel mehr. Ihre Hände sind verätzt. Arme und Gesicht sind von Brandnarben gezeichnet. Laut des Kinderhilfsordens Don Bosco stellen Kinder in der südindischen Stadt SivakasiRaketen, Böller und Wunderkerzen her.“ 

taz

Alternativen

Das Feuerwerk ist es auch noch wahnsinnig teuer. Ich mein man kauft sich Feuerwerkskörper um diese dann in den Himmel zu schießen. Man wirft regelrecht das Geld aus dem Fenster. Und dann bezahlt bzw gibt man sein Geld dafür aus dass Menschen verletzt werden und Straßen vermüllt werden. Meiner Meinung nach sollte dieses Geld besser ausgegeben werden.

Wie zum Beispiel für Essen. Ich würde mir viel lieber ein richtig schönes Essen kaufen als Staub und Rauch in der Luft. Wenn Rauch dann lieber schon in der Lunge. Naja Spaß beiseite es geht am Ende einfach darum wofür wir unser Geld ausgeben und ob es das wirklich wert ist.

Außerdem gibt es in vielen größeren Städten kontrollierte Feuerwerke mit Feiergruppen. Dadurch kann man viele Unfälle vermeiden und insgesamt wird weniger verbraucht, als wenn jede einzelne Person Feuerwerk zünden würde. Am besten ist es aber eigentlich, Feuerwerk ganz sein zu lassen.

Lichterketten, Discokugeln oder Leuchtstäbe können für schöne Farben und Licht sorgen. Diese kann man auch in den nächsten Jahren wiederverwenden, wenn man gut darauf aufpasst. Und wenn wir schon beim Wiederverwenden sind, kann man die Dekoration genauso gut nochmal benutzen oder sie am besten sogar selbst aus alten Zeitungen oder Kartons herstellen. Das kann richtig viel Spaß mit Familie oder Freunden machen.

Für alle, die aber doch nicht ganz auf Feuer und Lärm verzichten möchten, kann man zum Beispiel seine Wünsche oder auch das, was man loslassen will, auf einen Zettel schreiben und diesen verbrennen. Gut kann man sowas auch in Feuerschalen machen. Man könnte zum Beispiel die Nachbarschaft versammeln und zusammen eine große Feuerschale organisieren.

Für den Lärm kann man natürlich auch selbst sorgen. Besonders Kinder sind da gut drin, wenn man ihnen einen Kochlöffel und einen Topf gibt, kann man sich sicher sein, dass alle Geister vertrieben werden.

Und mein Lieblingstipp kommt natürlich noch: lieber die Korken knallen lassen. Lieber zerstöre ich mein Leber als die Umwelt und besonders an Silvester eignet sich das perfekt, damit man sich an die ersten Momente aus 2026 gar nicht mehr erinnern kann.

Wie ihr gesehen habt, gibt es wahnsinnig viele Alternativen, wie man Silvester nachhaltiger gestalten kann.

Als Vorsatz fürs neue Jahr könnt ihr euch meinen Blog genauer durchlesen und euch hilfreiche Tipps aneignen. Aber besonders wichtig ist es, ein nachhaltiges und bewusstes 2026 zu verbringen. Denn das ist nicht nur ein weiteres Jahr für uns, das mit Freunden und Gesundheit gefüllt sein soll, sondern auch eins für all die anderen Lebewesen da draußen, die am Ende alle Konsequenzen unseres Handelns tragen müssen.

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